Stillen ist lieben. Hingabe

stillen-kim_kerschey_jacobsWir geben uns dem Baby, der Situation vollkommen hin. In dem wir unserem Baby die Brust reichen verschmelzen wir miteinander.

Wir Mütter dürfen uns zärtlichen und liebevollen Blickes ganz der Situation widmen. Beobachten wie unser Kind ruhig und gelassen Schluck für Schluck in sich aufnimmt, mehr und mehr entspannt, bis es wohl gesättigt die Brustwarze loslässt und zufrieden lächelt. Oder energisch die nächste Brust einfordert.

Unser Kind folgt ganz und gar seinem natürlichen Hungertrieb. Es lässt nicht locker, bis es hat was es braucht. Und in dem wir uns hingeben, fließt es. Je mehr wir Teil dieser Einheit Still-Mutter-Kind sind, desto besser wird es fließen. Je mehr Vertrauen wir in unseren Körper und in die Natur haben, desto leichter kommen wir “in Fluss”.

Wir müssen nichts Tun, wir dürfen einfach Sein. Unser Organismus ist wunderbar eingerichtet. Die natürlichen, hormonellen Einflüsse brauchen keine Erinnerung, keine Aufmerksamkeit. Wir brauchen nur ganz und gar bei uns und unserem Baby bleiben. Es anschauen, schnuppern, streicheln, genießen und alles fließt alleine. Es bedarf keiner Anstrengung, keiner Vorsorge, die Natur hat für alles gesorgt.

Wir lassen zu, dass Mann (oder Mutter) uns umsorgt damit wir uns von der Geburt und den letzten anstrengenden Schwangerschaftswochen erholen können. Wir lassen uns umsorgen, das Essen reichen und lassen die “Hausaufgaben” los.

Genießen, schnuppern, wohlfühlen mit unserem kleinen Sonnenschein. Liebevoller Annäherung, Begrüßung. Stundenlang, tagelang. Nur unterbrochen von Schlaf und nährenden eigenen Mahlzeiten und Dingen die uns gut tun. Achtsam mit uns umgehen, dürfen wir Mütter spätestens jetzt lernen. Was tut mir gut, wer tut mir gut, was bringt mich in Unruhe?
Sich heraus nehmen aus Alltagsgeschehen. Wochenbett – die Phase der Erholung und Umstellung. Auf einen neuen Lebensabschnitt. Paar mit Kind oder plötzlich Großfamilie? Vielleicht auch Alleinerziehend? Egal wie, es braucht Zeit.

“Gott hat uns Zeit geschenkt, von Eile hat er nichts gesagt.”
Unser Kind wird älter. Die Bedürfnisse ändern sich. Mehr Spiel, mehr Ansprache, veränderte Schlafzeiten. Und wieder die “in sich ruhende Mutter” wird intensiv gebraucht. Umstellungszeiten aus der Kraft der Ruhe und Gelassenheit geht alles leicht. Flexibilität und Spontanität sind gute Begleiter.

Sich wieder und wieder heraus nehmen aus dem Alltäglichen, eintauchen mit dem Kind immer wieder in die besondere Zeit. Stillzeit. Mutter, werde still. In dir und dann aus dir heraus. Stille tut so gut. Entspannt. Stille dein Kind, dein Kind stillt dich – wenn Du es zulässt. Es schenkt dir Augenblicke, Momente, Seligkeit, Glück – wenn Du es zulässt. Spürst Du es?

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